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Varilux Physio - erleben Sie hochauflösendes Sehen
High Definition für die Augen
[Januar 2006] Gleitsichtgläser Varilux Physio bieten erstmals hochauflösendes Sehen
Die Brillenglastechnologie wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Brillenträgern in jeder Lebenslage klares und scharfes Sehen zu ermöglichen. Das gilt in besonderem Maße für Gleitsichtgläser, die seit ihrer Erfindung Ende der 50er Jahre zur Korrektion der "Presbyopie", das heißt Alterssichtigkeit genutzt werden. Mit einem vollkommen neuartigen, patentierten Verfahren, das im Gleitsichtglas Varilux Physio erstmals umgesetzt worden ist, wurde dabei nun ein neuer Meilenstein erreicht: Mit ihm können die drei Sehbereiche des Gleitsichtglases – also der Fern-, Zwischen- und Nahbereich – genauer berechnet werden. Außerdem lassen sich die für Gleitsichtgläser typischen Abbildungsfehler minimieren. Dem Brillenträger wird so erheblich schärferes, hochauflösendes Sehen ermöglicht – was von Trägern von Gleitsichtbrillen in umfangreichen weltweiten Tests eindrucksvoll bestätigt wurde.
Anforderungen an das Sehen steigen
Handys, Digitalkameras, PC-Monitore – die kleinen und großen Kommunikationsgehilfen bieten auf ihren Anzeigen immer mehr Informationen an, die schnell erfasst und verarbeitet werden müssen. Während die jüngeren Nutzer meist wenig Probleme damit haben, Texte oder Bilder selbst auf dem kleinformatigen Display eines Handys zu erkennen, stellt die moderne visuelle Kommunikation für alterssichtige Brillenträger eine besondere Herausforderung dar. Denn die Alterssichtigkeit, die bei jedem Menschen etwa ab dem 40. bis 45. Lebensjahr auftritt, führt dazu, dass das Auge Gegenstände in der Nähe nicht mehr scharf stellen kann. Menschen, die aufgrund "regulärer" Kurz- oder Weitsichtigkeit ohnehin eine Brille tragen, benötigen somit unterschiedliche Korrektionen für den Nah- sowie für den Zwischen- und Fernbereich. Hier werden heute meistens Gleitsichtgläser eingesetzt, bei denen diese drei Bereiche fließend ineinander übergehen – ein erheblicher Zugewinn an Komfort gegenüber Lesebrillen oder den früher üblichen Bifokalgläsern, bei denen Nah- und Fernbereich sichtbar voneinander getrennt sind.
Abbildungsfehler beeinträchtigen Schärfe und Kontrastwahrnehmung
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch auch hier: Gleitsichtgläser weisen typischerweise sogenannte Abbildungsfehler auf, die sich durch verschwommene Sicht in bestimmten Bereichen des Glases bemerkbar machen. Ein Teil dieser Abbildungsfehler wurde bereits umfassend untersucht, und die entsprechenden Ergebnisse sind bei der Entwicklung von Brillengläsern eine wertvolle Hilfe. Andere Abbildungsfehler, in der Fachsprache "Aberrationen höherer Ordnung" genannt, konnten dagegen bisher nicht korrigiert werden, so dass gewisse Einbußen in Sehschärfe und Kontrastwahrnehmung in Kauf genommen werden mussten. Der Brillenglashersteller Essilor, der Ende der 50er Jahre unter dem Markennamen Varilux das weltweit erste Gleitsichtglas entwickelt hat, hat sich dieser Abbildungsfehler höherer Ordnung nun angenommen. Mit einem neuen patentierten Verfahren, umgesetzt im neuen Gleisichtglas Varilux Physio, können sie erstmals korrigiert werden.
Die Lösung: Das Prinzip der Welle
Das neue Verfahren basiert auf umfangreichen Analysen, die Essilor in Zusammenarbeit mit Forschungslabors auf der ganzen Welt durchgeführt hat. Während man die Berechnungen in der Augenoptik bisher auf Basis einzelner Lichtstrahlen durchführte, setzt es auf die Methoden der Wellenoptik, also die Vorstellung, dass sich Licht wie eine Welle verhält. Mit diesem Ansatz kann das Eintreffen der Lichts in allen Sehbereichen und Blickrichtungen genauer definiert werden. Dadurch ist es möglich, die Eigenschaften des durch die Pupille in das Auge eintretenden Lichtbündels vollständig zu analysieren und hochauflösendes Sehen auch unter schwierigen Bedingungen sicherzustellen.
Bei Varilux Physio wurde zum ersten Mal der sogenannte "Koma-Fehler", ein Abbildungsfehler höherer Ordnung, minimiert: Koma-Fehler treten vor allem bei stark geweiteter Pupille, also besonders bei Fernsicht im Dunkeln, unangenehm in Erscheinung. Zum Beispiel werden Lichtquellen, wie die Bremslichter eines vorausfahrenden Autos, mit kleinen Lichtfahnen wahrgenommen, die Ähnlichkeit mit einem Kometenschweif haben – daher auch der Name "Koma". Das kann gerade im Stadtverkehr die Sehqualität erheblich beeinträchtigen, wenn sich die „Kometenschweife“ vieler Lichtquellen überlagern. Nun können diese Koma-Fehler als eine typische Verformung des eintretenden Lichts dargestellt und entsprechend optimiert werden.
Innovation Varilux Physio ab Januar 2006 verfügbar
Essilor stellte Varilux Physio am Vorabend der Fachmesse für Augenoptiker, OPTI, am 12.1.2006 in München vor. Dass das Glas tatsächlich spürbar besseres Sehen ermöglichen, haben umfangreiche weltweite Testreihen mit über 2000 Brillenträgern bewiesen: Mehr als 70 Prozent der Probanden gaben an, dass Varilux Physio den Gläsern überlegen sei, die mit herkömmlichen Methoden entworfen wurden. Sie bestätigten insbesondere die auffallend klare Sicht und deutliche Verbesserungen bei der Sehschärfe in der Ferne, im Zwischen- und im Nahbereich.
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