Brille ab 40 
Presbyopie und Gleitsichtgläser 
[April 2009] Die so genannte Alterssichtigkeit oder Presbyopie ist ein Phänomen, das bei jedem Menschen etwa ab dem 40. bis 45. Lebensjahr auftritt. In diesem Alter beginnt die Elastizität der Augenlinse abzunehmen, so dass Gegenstände in der Nähe nicht mehr „scharf gestellt“ werden können. Eine entsprechende Korrektur, zum Beispiel in Form einer Lesebrille, schafft hier Abhilfe.
 
Menschen, die aufgrund "regulärer" Kurz- oder Weitsichtigkeit ohnehin eine Brille tragen, sind mit einer Lesebrille jedoch nicht optimal bedient, da sie unterschiedliche Korrektionen für den Nah- sowie für den Zwischen- und Fernbereich benötigen. Hier werden heute meistens Gleitsichtgläser eingesetzt, bei denen diese drei Bereiche fließend ineinander übergehen. Ein erheblicher Zugewinn an Komfort gegenüber Lesebrillen, aber auch gegenüber den früher verbreiteten Bifokalgläsern, bei denen Nah- und Fernbereich sichtbar voneinander getrennt sind.  

Aufbau von Gleitsichtgläsern
 
Jedes Gleitsichtglas weist demnach drei unterschiedliche Sehbereiche auf: Der obere Bereich des Glases dient der Fernsicht. Er liefert über eine große Breite ein scharfes Bild. Im mittleren Glasbereich – auch Progressionsbereich oder Zwischenbereich genannt – befinden sich die Glasstärken für alle Zwischenentfernungen, z.B. PC-Monitor, Schaufenster usw. Der untere Glasbereich enthält die Lesestärke.  

Gleitsichtglas ist nicht gleich Gleitsichtglas
 
Die Unterschiede zwischen den Gleitsichtglasdesigns verschiedener Hersteller und verschiedener Gleitsichtglasgenerationen liegen hauptsächlich im Zwischenbereich und in der Lesezone. Wichtig ist vor allem, dass das Glas für diese Entfernungen große und scharfe Sehbereiche zur Verfügung stellt und dass der Seheindruck möglichst natürlich bleibt. Denn dies ist ausschlaggebend für eine schnelle Einge­wöhnungs­zeit und eine hohe Verträglichkeit.
 
Führende Brillenglashersteller wie Essilor arbeiten kontinuierlich und mit großem Erfolg daran, die Gleitsichtglasdesigns weiter zu verbessern, um den Sehkomfort weiter zu erhöhen und somit scharfe und klare Sicht in allen Sehbereichen zu garantieren. Essilor investiert über 5% seines weltweiten Umsatzes in den Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung. Ein großer Anteil davon fließt in die Weiter­entwicklung der Varilux Gleitsichtgläser – der weltweit ersten und bis heute erfolgreichsten Gleitsichtglas­marke.

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